Kommission archäologisches Welterbe (KAW)
Die VLA-Kommission „archäologisches Welterbe“ (KAW) vertritt die Interessen der Archäologie im Welterbe. Sie vernetzt die Landesarchäologien und wirkt in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft hinein.
In der Bundesrepublik Deutschland gibt es mittlerweile 55 UNESCO-Welterbestätten (Stand Januar 2026). Darunter fanden in den vergangenen Jahrzehnten überproportional viele Stätten Aufnahme in die Welterbeliste, bei denen archäologische Denkmäler und Forschung einen wesentlichen Anteil ausmachen. Die Zunahme „archäologischer“ Welterbestätten erzeugt einen gestiegenen Betreuungsbedarf hinsichtlich des Schutzes und der Pflege solcher Objekte in den Landesarchäologien. Darüber hinaus rücken mit dem UNESCO-Siegel ausgezeichnete Komplexe die Bedeutung archäologischer Denkmäler in den Fokus und stärken die Wahrnehmung bodendenkmalpflegerischer Belange.
In der KAW werden die besonderen Herausforderungen der sich wandelnden internationalen Vorgaben, der fachlichen Betreuung und des Managements archäologischer Welterbestätten besprochen sowie Strategien und Konzepte entwickelt. Die KAW dient als zentrales Forum für einen länderübergreifenden, kollegialen Austausch zur Vertretung denkmalfachlicher Belange im Welterbe. Als Plattform für die Außendarstellung verhilft die KAW archäologischer Kompetenz im Welterbe zu mehr Wahrnehmung. Angesichts komplexer Abstimmungsprozesse, gerade bei seriellen und/oder grenzüberschreitenden Welterbestätten, bündelt die KAW als wichtige Schnittstelle die Kräfte und erzeugt Synergieeffekte.
Naturschutz, Landschaftspflege, Klimaschutz, Bau- und Bodendenkmalpflege sind wichtige Partner in Hinblick auf den Erhalt unseres gemeinsamen kulturellen und natürlichen Erbes für künftige Generationen.
Kommissionssprecher
Dr. Michael Malliaris
LWL-Achäologie für Westfalen