Der Archivboden – Boden des Jahres 2026
In Berlin wurde am vergangenen Freitag der Boden des Jahres 2026 vorgestellt: der Archivboden. Die Schirmherrschaft übernimmt im kommenden Jahr der hessische Landwirtschafts- und Umweltminister Ingmar Jung. Dabei erstreckt sich die Rolle unserer Böden als Archiv nicht nur auf die Natur- sondern ebenso auf die Kulturgeschichte, wie Jung in der Hessischen Landesvertretung in Berlin berichtete.
Unter dem Motto „Da steckt Geschichte drin“ gingen Expertinnen und Experten aus Geologie, Naturschutz, Bodenkunde und Archäologie der Archivfunktion unseres Bodens auf den Grund. Den Aspekt des Kulturarchivs beleuchtete im Rahmen der Festveranstaltung zum Tag des Bodens der hessische Landesarchäologe Prof. Dr. Udo Recker. Immer wieder klang im Laufe des Vormittags neben der Funktion des Bodens als Archiv der Naturgeschichte auch die Kulturgeschichte an. Mit einem Streifzug durch die hessische Bodendenkmallandschaft rückte Recker ihn schließlich in den Fokus. Anhand anschaulicher Beispiele von den frühen Seulberger Pferdejägern bis zu Flugzeugwracks aus dem Zweiten Weltkrieg beleuchtete Recker, wie die Jahrtausende währende Menschheitsgeschichte ihre Spuren in unseren Böden hinterlassen hat und wie wir heute noch diese Spuren lesen können.
Neben der Rolle unserer Böden als Lebensgrundlage und Klimaschützer die Archivfunktion in den Fokus zu rücken, ist das Ziel des Bodens des Jahres 2026.
Mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm werden all die unterschiedlichen Aspekte dieser Archivfunktion im kommenden Jahr für Jung und Alt präsentiert. Auch die hessenARCHÄOLOGIE wird sich an diesem Programm beteiligen.
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